Trikots und Geschichten aus Straßburg bis zur Spielzeit 2007/08

Maillots et histoires de Strasbourg


2000/01: Saison der Paradoxe

Ligue 1

(Fanshop)

Die Stadt Straßburg hatte bereits 1997 ihre Racing Anteile (49%) an den amerikanischen Investor IMG Group verkauft. Unter Präsident Patrick Proisy folgte ein langes Hin-und-her von Spielerkäufen und Verkäufen. Der prominenteste und wohl teuerste Transfer fand im Sommer 2000 statt, als Torwart Jose Luis Chillavert für die damalige Mondsumme von 35Mio. Francs verpflichtet wurde.

 

Obwohl der Kader im Jahr 2000 vergleichsweise stark war, mit Spielern wie Valérien Ismael, Habib Beye, Corentin Martins, Peguy Luyindula oder Danijel Ljuboja, stimmte die Chemie immer noch nicht wirklich. Racing verbrachte die gesamte Spielzeit auf einen von drei Abstiegsrängen und stieg sang-und klanglos ab. Paradox: nach Siegen gegen unter anderen Lyon, Nantes und im Finale gegen Amiens, holte Racing zum dritten Mal der Vereinsgeschichte die Coupe de France und qualifizierte sich so erneut für den UEFA Pokal, den sie 2001/02 somit als Zweitligist antraten.



2000/01: Heimtrikot

(Fanshop, kadersigniert)

Die 2000er Jahre waren turbulent für Racing und endeten wie wir es wissen, mit einem Konkurs und den Wiederanfang in der 5. Liga im Jahr 2011.

 

Übersicht von 10 Jahren Achterbahnfahrt:

2001: Sieg in der Coupe de France und Abstieg in die Ligue 2

2002: Wiederaufstieg in die Ligue 1

2005: Sieg der Coupe de la Ligue

2006: Erreichen der UEFA Pokal Achtelfinals und Abstieg in die Ligue 2

2007: Wiederaufstieg in die Ligue 1

2008: Erneuter Abstieg in die Ligue 2

2010: Abstieg in den National (dritte Liga)

2011: Verpasster Wiederaufstieg  in die Ligue 2, Zwangsabstieg, Konkurs



2000/01: Yannick Fischer

Coupe de France

(getragen in der Coupe de France am 10.02.2001 gegen Clermont)

Beim Nachnamen von Yannick Fischer könnte man an einen gebürtigen Elsässer denken. Allerdings erblickte der Verteidiger das Licht des Tages 1974 nicht im Nordosten Frankreichs, sondern entgegengesetzt, bei Bergerac, im sonnigen Südwesten. Ausgebildet in Bordeaux, spielte er vorrangig für die Girondins, Cannes und Marseille, bevor er im Sommer 2000 nach Straßburg wechselte. Drei Jahre spielte er in Straßburg und war dabei ein wichtiger Bestandteil der ersten Mannschaft.

 

Yannick Fischer feierte in seinem ersten Jahr bei Racing den größten Erfolg seiner Karriere, mit dem Sieg in der Coupe de France 2001. Die Mannschaft um José-Luis Chilavert, Valérien Ismaël, Corentin Martins und den hier abgebildeten Péguy Luyindula schaltete unter anderen Olympique Lyon und den FC Nantes aus, bevor sie sich im Finale gegen Amiens nach Elfmeterschießen mit 5-4 durchsetzte. Nach 90 Pflichtspieleinsätzen für Racing zog der spätere Kapitän der französischen Beach Soccer Nationalmannschaft weiter zum FC Le Mans und beendete 2009 seine Profikarriere.



2001/02: Joseph Cyrille Ndo

Ligue 2

(vorbereitet für Heimspiel)

Mit 22 Jahren wechselte der Mittelfeldmann Joseph Cyrille Ndo aus seiner Heimat Kamerun nach Europa. Nach einem ersten Jahr bei Xamax Neuchâtel, verpflichtete ihn Racing Straßburg zur Saison 1999/00. Im Elsass feierte er 2001 den Sieg in der Coupe de France. Dennoch trennten sich die Wege bereits im Sommer 2001, als Straßburg zeitgleich zum Pokalsieg in das französische Unterhaus abstieg. Joseph Ndo spielte daraufhin kurz in Saudi-Arabien und verfolgte seine Karriere später in Irland. Dort war der Nationalspieler Kameruns zwischen 2004 und 2016 aktiv und wurde mit drei verschiedenen Vereinen irischer Meister: dem Shelbourne FC, dem Bohemian FC und den Sligo Rovers.

 

Mit der A-Nationalmannschaft des Kameruns bestritt Ndo 1998 und 2002 zwei Weltmeisterschaften. Außerdem wurde er mit den unzähmbaren Löwen 2000 und 2002 zwei mal Afrikameister. Seine aktive Karriere beendete er 2016 in Irland, im Alter von 40 Jahren.



2001/02: Matti-Mika "Mixu" Paatelainen

Ligue 2

(getragen in Auswärtsspiel)

Nach ersten Jahren in seiner Heimat Finnland, wagte Stürmer "Mixu" Paatelainen 1987 den Sprung auf die britische Insel. Dort spielte er mehrere Jahre für die schottischen Erstligisten Dundee United und FC Aberdeen, bevor er 1994 zum damaligen englischen Zweitligisten Bolton Wanderers wechselte. Bereits nach seiner ersten Spielzeit feierte er mit Bolton die Rückkehr in die Premier League, wozu er mit 12 Treffern maßgeblich beitrug. Nach weiteren Stationen bei den Wolverhampton Wanderers und Hibernian Edinburgh, wechselte er zur Saison 2001/02 zu Zweitligist Racing Straßburg.

 

Mittlerweile 35, erlebte der finnische Nationalstürmer eine durchwachsene Saison im Elsass, in der er nur wenig spielte. Durch den Pokalsieg 2001 startete man im UEFA Pokal, wo man allerdings gegen die Belgier von Standard Lüttich bereits in der ersten Runde (0-2; 2-2) ausschied. Zumindest in der Ligue 2 landete Straßburg auf den zweiten Rang, was den direkten Wiederaufstieg bedeutete. Nach nur neun Pflichtspieleinsätzen verabschiedete sich der Finne im Sommer 2002. Er wechselte zurück nach Schottland, wo er wenige Jahre später seine Karriere beendete und ins Trainergeschäft einstieg.



2001/02: Grzegorz Spiewak

Ligue 2

(vorbereitet für Auswärtsspiel)

Der Pole Grzegorz Spiewak spielte von 1997 bis 2002 bei Racing Straßburg. In dieser Zeit spielte der Angreifer jedoch hauptsächlich für die zweite Mannschaft, und das nicht unerfolgreich: in 78 Spielen erzielte er für die B-Mannschaft immerhin 28 Tore.

Für die erste Mannschaft Straßburgs spielte er eher sporadisch. So kam er in der Saison 2001/02 zu fünf Einsätzen in der zweiten französischen Liga, vier weiteren in den nationalen Pokalwettbewerben, sowie einem Kurzeinsatz im UEFA Pokal. Nach seiner Zeit bei Racing spielte er lange in Straßburgs Vorort Schiltigheim, bevor er 2012 seine Karriere beendete.



2001/02: Rafik Mezriche

Coupe de la Ligue

(getragen am 01.12.2001 gegen SM Caen)

Mit 14 Jahren kam der junge Rafik Mezriche 1993 aus seiner Heimatstadt Troyes zur Jugend von Racing Straßburg. Nach fünf ersten Einsätzen bei den Profis in der Saison 1997/98, unterschrieb der damals 20-jährige in Straßburg seinen ersten Profivertrag. Bis zum Ende seines Vertrages 2003 spielte der franko-Algerier die meiste Zeit für die Reserve. Dennoch kam er mit der ersten Mannschaft zu 46 Einsätzen und gewann 2001 die Coupe de France. Er schaffte, nach dem Abstieg 2001 in die Ligue 2, die direkte Rückkehr 2002 ins Oberhaus. Hier abgebildet: sein damaliger Kapitän Corentin Martins.

 

Im Februar 2003 verletzte sich der viermalige algerische A-Nationalspieler schwer während seiner Leihe an den französischen Zweitligisten FC Gueugnon. Nach mehreren Operationen und seinem Vertragsende in Straßburg, spielte er noch von 2004 bis 2007 im kleinen Verein RCS La Chapelle Saint-Luc, nah seiner Heimatstadt Troyes, im fünftklassigen CFA 2. Nach dieser letzten Station hing er die Fußballschuhe mit nur 29 Jahren definitiv an den Nagel.



2002/03: Corentin Martins

Ligue 1

(getragen in Ligaspiel)

Der 16-fache französische A-Nationalspieler Corentin Martins spielte in seiner Karriere hauptsächlich für zwei Vereine: der AJ Auxerre und Racing Straßburg. Unter Trainer Guy Roux, gewann der gebürtige Bretone mit Auxerre zwischen 1991 und 1996 zwei mal die Coupe de France, sowie einmal die Coupe de la Ligue. Nach einer Zwischenstation in Spanien bei Deportivo La Coruña, wechselte der Mittelfeldmann im Januar 1998 zu Racing Straßburg.

 

Bis 2004 sollte Corentin Martins bei Straßburg unter Vertrag bleiben: Jahre in denen er Höhen und Tiefen erlebte, wie einerseits den Sieg in der Coupe de France 2001 und andererseits den Abstieg in die zweite Liga im gleichen Jahr. Mit 187 Pflichtspielen in Liga, Pokalen und europäischen Wettbewerben war er in seiner Zeit in Straßburg der kreative Mann im Mittelfeld. Nach seiner aktiven Zeit zog Martins in seine Heimatstadt Brest zurück, wo er im Verein Stade Brest sechs Jahre lang die Stelle des sportlichen Leiters von 2007 bis 2013 besetzte.



2003/04: Pontus Farnerud

Ligue 1

(getragen)

Früh zog es den jungen Schweden Pontus Farnerud heraus aus seiner Heimat, nach Frankreich zur AS Monaco. Bereits im Alter von 20 Jahren wurde er mit der Mannschaft aus dem Fürstentum im Jahr 2000 französischer Meister. Ab der Saison 2002/03 lief es für ihn jedoch weniger gut: nur noch sporadisch kam er in Monaco zu Einsätzen und wurde so 2003/04 an Racing Straßburg verliehen. In einer schwierigen Spielzeit, in der Racing trotz eines exzellenten Kaders um Corentin Martins, Mamadou Niang und Danijel Ljuboja nur im unteren Mittelfeld dümpelte, brachte es der Mittelfeldmann auf 31 Ligaeinsätzen. Ab Januar 2004 wechselte Pontus jüngerer Bruder Alexander ebenfalls nach Straßburg.



2003/04: Ulrich Le Pen

Ligue 1

(getragen in Auswärtsspiel)

Der gebürtige Bretone Ulrich Le Pen spielte am Anfang seiner Karriere mehrere Jahre im Westen Frankreichs, bei Stade Rennes, Laval und dem FC Lorient. Als gestandener Flügelspieler wagte er mit 27 Jahren den Sprung auf die britische Insel und schloss sich im November 2001 Ipswich Town in der Premier League an. Leider verletzte er sich gleich in seinem ersten Ligaspiel schwer und fasste so in England nie richtig Fuß. So wechselte er im Sommer 2002 zurück nach Frankreich und unterschrieb bei Racing Straßburg.

 

Vier Jahre spielte Ulrich Le Pen im Elsass und absolvierte dabei 119 Pflichtspiele. Die Saison 2003/04 war dabei seine ertragsreichste, mit neun Toren in 36 Ligaspielen. Im Jahr darauf gewann er mit der Coupe de la Ligue 2005 den ersten und einzigen Titel seiner Karriere. Er verließ Straßburg im Sommer 2006, nach dem Abstieg Straßburgs in die zweite französische Liga. Er kehrte zurück in den Westen Frankreichs, wo er erneut für Lorient und Laval aktiv war. Dort beendete er auch 2010 seine aktive Karriere.



2003/04: Danijel Ljuboja

Coupe de la Ligue

(getragen im Ligapokal gegen Bordeaux am 28.10.2003)

Vom FC Sochaux kam der gebürtige Serbe Danijel Ljuboja im Jahre 2000 zu Racing Straßburg. Bis Januar 2004 blieb er im Elsass, absolvierte für Racing 136 Pflichtspiele, schoss dabei 45 Tore und entwickelte sich zum A-Nationalspieler Jugoslawiens bzw. Serbiens. Zusammen mit Mario Haas wurde er französischer Pokalsieger im Jahre 2001. Dies konnte er mit PSG drei Jahre später wiederholen, nachdem er im Januar 2004 in die französische Hauptstadt gewechselt war.



2004/05: Arthur Boka

Ligue 1

(vorbereitet für Ligaspiel)

Zwei Jahre lang spielte der ivorische Verteidiger Arthur Boka im Elsass, bestritt dabei 80 Pflichtspiele, musste allerdings nach Abschluss der Saison 2005/06 in die Ligue 2 absteigen. Seine Zeit in Straßburg verlief dennoch erfolgreich. In einem starken Team mit unter anderen Pascal Johansen, Alexander Farnerud, Mamadou Niang und Mickaël Pagis, gewann er 2005 die Coupe de la Ligue.

 

In der darauf folgenden Saison 2005/06 konnte er sich auf der europäischen Bühne präsentieren. Im UEFA Cup erreichte Straßburg das Achtelfinale, verlor dann allerdings (0-2; 2-2) gegen die Schweizer des FC Basel. Nach dem Abstieg Straßburgs 2006 in die Ligue 2, wechselte der ivorische A-Nationalspieler im Sommer 2006 in die deutsche Bundesliga, zum VfB Stuttgart.



2005/06: Habib Bellaid

UEFA Pokal

(getragen am 24.11.2005 im UEFA Pokalspiel bei AS Rom)

Geboren in Bobigny bei Paris, kam der damals 16 Jahre junge Habib Bellaid aus der Jugend von Red Star im Jahr 2002 nach Straßburg. Bereits Ende 2005 gelang ihm bei Racing der Durchbruch und er etablierte sich mit nur knapp 20 Jahren in der ersten Mannschaft. So durfte der junge Verteidiger im Herbst 2005 bereits in der Gruppenphase des UEFA Pokals tatkräftig mitwirken.

 

In drei der vier Gruppenspiele, gegen Tromsø, AS Rom und Roter Stern Belgrad spielte er von Anfang an. Gegen die Roma von Francesco Totti, Christian Panucci und ex-Racing Spieler Olivier Dacourt, erzielte er am 24.11.2005 sein erstes Tor als Fußballprofi und trug so zur Qualifikation für die Zwischenrunde bei, in der sich Straßburg gegen Litex Lovech durchsetzte. Im Achtelfinale war dann allerdings gegen den FC Basel (0-2; 2-2) Endstation. Bis zur Saison 2007/08 spielte Bellaid als wichtiger Bestandteil der ersten Mannschaft von Racing Straßburg, bis er im Sommer 2008 zu Eintracht Frankfurt wechselte.



2005/06: Pascal Johansen

Coupe de France

(getragen am 07.01.2006 im Pokalspiel gegen Nancy)

Geboren in Colmar, begann Pascal Johansen seine Karriere in seiner Heimatstadt, bevor er 1997 zu Racing Straßburg wechselte. Schnell setzte sich der Mittelfeldmann in der ersten Mannschaft durch. Mit 21 Jahren war er bereits Bestandteil der Mannschaft, die 2001 die Coupe de France gewinnen konnte. Er wechselte im Sommer 2002 zu Olympique Marseille, wurde dort allerdings nicht glücklich. So kehrte er zwei Jahre später zurück ins Elsass, erst auf Leihbasis und ein weiteres Jahr danach fix. In Straßburg spielte Pascal Johansen insgesamt sieben Spielzeiten und kam in 211 Pflichtspielen zum Einsatz.

 

Am 07.01.2006, in der Runde der letzten 64 der Coupe de France, stand er beim 4-0 Sieg gegen den Rivalen AS Nancy Lorraine auf dem Platz. Ende Januar schied Racing allerdings überraschend im Elfmeterschießen gegen den SC Lyon Duchère aus. Besser lief es in dieser Spielzeit im UEFA Pokal, wo Straßburg bis ins Achtelfinale vorrücken konnte. In der Liga stand am Ende dieser Spielzeit nach einem verheerenden vorletzten Rang der Abstieg in die Ligue 2 fest.



2005/06: Pontus Farnerud

Ligue 1

(getragen in Ligue 1 Auswärtsspiel)

Nach seiner einjährigen Leihe 2003/04 an Racing Straßburg, kehrte Pontus Farnerud im Sommer 2004 zu seinem Stammklub, nach Monaco zurück. Trotz 38 Pflichtspiele für die ASM in der Folgesaison, darunter sechs in der Champions League, wechselte der Schwede nur ein Jahr später zurück ins Elsass. In einem Team mit unter anderen seinem Bruder Alexander, gelang ihm zwar das Erreichen des UEFA Pokal-Achtelfinals, allerdings endete die Saison mit einem erneuten Abstieg in die Ligue 2. Pontus Farnerud wechselte daraufhin zu Sporting Lissabon, sein Bruder Alexander zum VfB Stuttgart.



2005/06: Rudy Carlier

Ligue 1

(getragen am 06.05.2006 in Marseille)

Ab der U16 und bis zur U20 kam der talentierte Stürmer Rudy Carlier für Frankreichs Jugend-Nationalmannschaften 40 mal zum Einsatz. Aus dem Ausbildungszentrum der AS Cannes, holte Racing Straßburg das Sturmtalent ins Elsass im Alter von 17 Jahren. Anfangs noch in der zweiten Mannschaft, kam er bald zu ersten Einsätzen bei den Profis: nach sechs Einsätzen in Liga und Pokal in der Saison 2004/05, kam er im Jahr darauf insgesamt 16 mal zum Einsatz, davon sogar zwei mal im UEFA Pokal. Auch seine ersten Tore feierte der junge Stürmer in dieser Spielzeit: Im UEFA Pokal Achtelfinale gegen Basel, sowie in der Ligue 1 bei Olympique Marseille.

 

Leider wurde Rudy Carlier ab der Saison 2006/07 mehrmals verliehen: erst an Guegnon und Clermont, sowie später nach Spanien an Racing Ferrol. Sein letztes halbes Jahr in Straßburg spielte Carlier mit Racing in der Ligue 2 in der Hinrunde 2008/09. Er verließ Racing Anfang Februar 2009 Richtung Spanien, kurz nach seinem 23. Geburtstag, nach 40 Einsätzen und sechs Tore für Racing. Der Durchbruch auf der ganz großen Fußballbühne blieb ihm in den Folgejahren allerdings verwehrt.



2006/07: Ali-Azouz Mathlouthi

Ligue 2

(getragen in seinem ersten Profispiel am 04.08.2006 gegen Amiens)

Mit 18 Jahren kam der junge Franko-Tunesier von der Jugend des Besançon RC nach Straßburg. Mit der Jugend von Racing gewann er 2006 die Coupe Gambardella, den französischen Pokal der A-Junioren. Seinen ersten Einsatz mit den Profis hatte er daraufhin am zweiten Spieltag der Saison 2006/07 in der Ligue 2, als er im Spiel gegen Amiens in der 57. Minute für Romain Gasmi eingewechselt wurde. Das Spiel endete allerdings mit einer 0-1 Niederlage aus Straßburger Sicht.

 

In der Folge regelmäßig in der ersten Mannschaft eingesetzt, feierte der Stürmer gegen Ende der Saison im Ligaspiel gegen Bastia sein erstes Pflichtspieltor als Profi, sowie daraufhin den Aufstieg 2007 von der Ligue 2 ins Oberhaus. Da noch im jungen Alter, folgten für den Stürmer mehrere Leihgeschäfte. Unter anderem verhalf er 2010 Arles-Avignon zum überraschenden Durchmarsch in die Ligue 1.



2006/07: Dimitar "Mitko" Rangelov

Ligue 2

(getragen)

Die Karriere des 40-maligen bulgarischen Nationalspielers Dimitar Rangelov fing in der Jugend und später in der Profimannschaft von Slavia Sofia an. Im Juli 2006 wechselte er mit 23 Jahren von dort aus zu Racing Straßburg, damals in der zweiten französischen Liga. Lange blieb der talentierte "Mitko" Rangelov im Elsass allerdings nicht.

 

Bereits nach sechs Monaten und 18 Pflichtspieleinsätzen wurde er an den FC Erzgebirge Aue in die zweite Bundesliga verliehen. Nach Leihende in Aue wurde er für ein weiteres Jahr an Bundesligist Energie Cottbus weiterverliehen, bevor er ein Jahr später fest in die Lausitz wechselte.



2006/07: Régis Gurtner

Ligue 2

(vorbereitet)

Geboren 1986 in Saverne, spielte der Torwart in der Jugend lange beim FR Haguenau. Nach seinem Wechsel zu Racing Straßburg durchlief er im Verein alle Jugendmannschaften, bevor er 2005 in den Profikader, zunächst als dritter Torhüter, berufen wurde. Nach ersten Einsätzen bei den Profis in 2009, entwickelte er sich in der Saison 2010/11 zum Stammtorwart. Er verließ den Verein allerdings bereits zur Saison 2011/12, nach dem Straßburger Konkurs und dem Absturz in die Amateurwelt.



2007/08: Emil Gargorov

Ligue 1

(getragen in Vorbereitungsspiel)

Nach zwei bulgarischen Meistertiteln mit CSKA Sofia 2003 und 2005, sowie dem Gewinn des bulgarischen Pokals 2006, wechselte Emil Gargorov in den letzten Stunden des Sommertransferfensters 2006 zu Racing Straßburg.

Leider sollte sein Wechsel erst einmal unter keinem besondes guten Stern sein. Anfänglich Verletzungsbedingt außer Gefecht gesetzt, spielte er in seinen beiden ersten Spielzeiten in Straßburg keine Rolle in der ersten Mannschaft. So wurde er zur Rückrunde 2007/08 an seinen ehemaligen Verein CSKA Sofia verliehen, wo er gar einen dritten bulgarischen Meistertitel gewinnen konnte. Finanziell angeschlagen, konnte der Verein seine Ablöse nicht zahlen und Gargorov kehrte zur Saison 2008/09 ins Elsass zurück.

 

Die zwei darauf folgenden Spielzeiten in der Ligue 2 verliefen für ihn persönlich etwas besser. Er bekam seine Chance in der ersten Mannschaft und absolvierte bis 2010 insgesamt 49 Pflichtspiele für Racing Straßburg. Allerdings stand am Ende der Saison 2009/10 der Abstieg in die Drittklassigkeit fest und der Bulgare verließ das Elsass definitiv. Er spielte daraufhin hauptsächlich in Rumänien und Bulgarien, wo er 2012 mit Ludogorets Razgrad das Double gewinnen konnte, sowie 2013 erneut die bulgarische Meisterschaft. Nach einem kurzen Abenteuer in China 2014, kehrte er Anfang 2015 nach Bulgarien zurück, wo er unter anderen noch für Lok Sofia und Lok Plovdiv aktiv war.



2007/08: Zoltán Szélesi

Ligue 1

(vorbereitet für Heimspiel)

Mit Újpest Budapest gewann der ungarische Verteidiger Zoltán Szélesi bereits im Alter von 20 Jahren erste Titel. Nachdem er 2004 Vizemeister mit Újpest wurde und sich in die Nationalmannschaft Ungarns gespielt hatte, wechselte er noch im gleichen Jahr zum deutschen Zweitligisten Energie Cottbus. Dort schaffte er 2006 den Aufstieg in die Bundesliga, sowie ein Jahr später den Klassenerhalt.

 

Auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger, verpflichtete Racing Straßburg Szélesi im Sommer 2007. Dem eigentlichen Wunschkandidat Johan Radet aus Auxerre war beim üblichen Medizincheck eine hypertrophe Kardiomyopathie diagnostiziert worden, die ihn zur Beendigung seiner Karriere zwang. Trotz 42 Einsätze in zwei Jahren, kam der Ungar nie wirklich über das Image der Notlösung hinaus. So verließ er 2009 das Elsass Richtung Heimat und schloss sich dem Debreceni VSC an, wo er gleich 2010 das Double gewinnen konnte.



2007/08: Manuel Dos Santos

Coupe de la Ligue

(vorbereitet für Ligapokalspiel gegen Amiens am 26.09.2007)

Geboren auf Kap Verde, spielte Verteidiger Manuel Dos Santos den Großteil seiner Karriere im französischen Süden: in Monaco, Montpellier und Marseille. Seine größten Erfolge feierte er allerdings in Portugal mit Benfica Lissabon, wo er anderthalb Jahre spielte, ein mal Meister wurde und zwei mal den portugiesischen Pokal gewann. Nach einer kurzen Rückkehr nach Monaco 2006, schloss er sich zur Spielzeit 2007/08 Racing Straßburg an, wo er Stammspieler auf der linken Abwehrseite wurde. Leider stand am Ende der Saison für Straßburg, als Tabellenvorletzter, der Abstieg in die Ligue 2 fest. Auch in den französischen Pokalen verabschiedete man sich 2007 früh. Eine Saison zum Vergessen, nach der Manuel Dos Santos nicht verlängert wurde. Nach seiner aktiven Zeit schloss er sich 2010 dem Trainerteam der AS Monaco an.



2007/08: Jean-Christophe Roecklin

AS Pierrots Vauban - CFA 2

(getragen)

Abstecher in die Straßburger Amateurwelt:

Die Pierrots de Strasbourg wurden Anfang der 1920er Jahre gegründet. Größte Erfolge der Vereinsgeschichte sind zwei französische Amateurmeistertitel in 1969 und 1970. In diesem Zuge fusionierte der Verein mit Racing Straßburg. Einige Spieler konnten sich damit nicht anfreunden. Sie gründeten den neuen Verein AS Vauban und starteten erneut von ganz unten. Mit einer Rekordzahl von 113 aufeinanderfolgenden Spielen ohne Niederlage, stiegen sie etliche Ebenen direkt wieder auf. Im Jahre 1977 nahmen sie ihren ursprünglichen Namen der "Pierrots" zurück. Drei Jahre zwischen 2007 und 2010 spielte der junge Jean-Christophe Roecklin für die Pierrots in der damaligen CFA2.



2007/08: Racing II

Championnat de France Amateur (4. Liga)

(getragen)

Derweil landete im Jahre 2008 die Reserve von Racing Straßburg im Championnat der France Amateur im Tabellenmittelfeld. Eingesetzt wurden damals vorwiegend Spieler aus der eigenen Jugendakademie, wie Loïc Damour (später US Boulogne und Cardiff City), Mamadou Bah (später VfB Stuttgart) und Billy Ketkeophomphone (später FC Sion, AJ Auxerre und SCO Angers). Hier abgebildet: der junge Straßburger Lucas Plautz im Zweikampf.



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