Trikots und Geschichten aus Straßburg bis zur Spielzeit 2016/17

Maillots et histoires de Strasbourg


2008/09: Mamadou Bah

Ligue 2

(getragen)

Der guineische Fußballer Mamadou Bah wechselte 2006 im Alter von 18 Jahren aus seiner Heimat nach Straßburg. Erst hauptsächlich für die Reserve eingesetzt, wurde er ab 2008 im Profikader berücksichtigt. In der Ligue 2 entwickelte er sich bis 2010 stark, kam in zwei Jahren auf 56 Ligaeinsätze. Den Abstieg 2010 in den Championnat National konnte der A-Nationalspieler Guineas nicht verhindern. So wechselte er zur Saison 2010/11 in die Bundesliga zum VfB Stuttgart.



2008/09: James Fanchone

Ligue 2

(getragen)

James Fanchone spielte den größten Teil seiner Profikarriere bei Le Mans UC 72, bevor er 2007 für zwei Jahre nach Straßburg wechselte. In seiner ersten Saison konnte der schnelle Flügelspieler den Abstieg nicht verhindern. Schlimmer noch: obwohl er in der Folgesaison in der zweiten Liga auf insgesamt 12 Tore und vier Vorlagen kam, reichte es Racing nur für den vierten Rang. Der direkte Wiederaufstieg wurde verfehlt. Fanchone zog es zurück in die Ligue 1 zum FC Lorient. In seiner Zeit in Straßburg brachte es Fanchone auf 15 Tore und 5 Vorlagen in 69 Erst- und Zweitligaspielen.



2008/09: Loïc Damour

Ligue 2

(vorbereitet)

Vier Jahre verbrachte der Mittelfeldspieler Loïc Damour am Anfang seiner Karriere bei Racing Straßburg. Nach seiner Ausbildung bei der INF in Clairefontaine, dem Leistungszentrum des französischen Fußballverbandes, wechselte er 2007 im Alter von 16 Jahren ins Elsass. Nach einer Saison in der Reservemannschaft, kam er in der Saison 2008/09 bei den Profis zu ersten Einsätzen in der Ligue 2 und wurde so mit siebzehneinhalb Jahren einer der jüngsten Spieler, die je für Straßburg in der Liga gespielt haben.

 

Bis Mitte 2010 dennoch hauptsächlich in der zweiten Mannschaft eingesetzt, wurde er erst nach dem Abstieg 2010 in den drittklassigen Championnat National zum Stammspieler in der ersten Mannschaft. Nach dem Fall 2011 in die Amateurwelt, verließ der damals 20-jährige Damour den Verein. Er spielte daraufhin in Belgien und Frankreich, hauptsächlich auf Zweitliga-Ebene. Auf der britischen Insel war er auch aktiv: bei Cardiff City, wo er 2018 am Aufstieg in die Premier League beteiligt war und später in Schottland bei Heart of Midlothian.



2009/10: Der Fall in den National

Ligue 2

(Fanshop)

Nach dem verpassten Aufstieg in der Vorsaison verabschiedeten sich weitere Spieler neben den bereits erwähnten James Fanchone und Loïc Damour; unter anderen die wichtigen Renaud Cohade, Gregory Paisley und Pierre Ducrocq. Qualitativ konnte man diese Abgänge nicht kompensieren.

 

So kam es wie es kommen musste. Mit nur 9 Siegen aus 38 Ligaspielen landete Racing auf den vorletzten Tabellenrang und stieg in den Championnat National, die dritte französische Liga, ab.



2009/10: Jean-Alain Fanchone

Ligue 2

(getragen)

Verteidiger Jean-Alain Fanchone, spielte in der Jugend bei seinem Heimatverein FC Mulhouse, bevor er mit 13 Jahren zu Racing Straßburg wechselte.

Der entfernte Cousin von James Fanchone entwickelte sich in den Folgejahren sehr stark und bestritt so mit der französischen U19 Nationalmannschaft die Euro 2007 in Österreich. Ein Jahr später wurde er in den Straßburger Profikader aufegnommen und setzte sich mit 20 Jahren als etatmäßiger Linksverteidiger durch. Seine erste Spielzeit endete bitter, als im Mai 2009 die zweitplatzierten Straßburger noch am letzten Spieltag durch eine Niederlage in Montpellier den direkten Wiederaufstieg in die Ligue 1 verspielten.

 

Die zweite Spielzeit des Verteidigers in seinem Ausbildungsverein verlief noch schlimmer als die erste. Wieder verlor man am letzten Spieltag, diesmal in Châteauroux, mit der heftigen Konsquenz: Abstieg in die Drittklassigkeit. Sicherlich blieb das gewagte Camouflage Trikot der Straßburger in diesem Jahr das einzige Highlight. Fanchone verließ den Verein 2010 nach 65 Pflichtspieleinsätzen und war danach für mehrere Clubs in Europa aktiv, darunter Watford und Udinese. Zum Ende seiner Karriere kehrte er in die Heimat zurück und spielte für kleinere Vereine wie Vauban, Haguenau und Schiltigheim.



2010/11: Milovan Sikimic

Coupe de France

(getragen)

Der serbische Innenverteidger Milovan Sikimic wechselte 2009 von Partizan Belgrad zu Racing Straßburg in die zweite französische Liga. Er erlebte 2010 den Abstieg in den Championnat National und schaffte es in der darauffolgenden Spielzeit nicht, den direkten Wiederaufstieg klarzumachen. Für Racing endete die Saison mit dem Konkurs und dem Zwangsabstieg in den Amateurfußball.

 

In der Coupe de France scheiterten die Elsässer im Achtelfinale an den SCO Angers mit 0-2. Sikimic kam nach einer kurzen Leihe an Apollon Limassol Ende 2011 nach Straßburg zurück, trug lange die Kapitänsbinde und hatte großen Anteil am erfolgreichen Wiederaufbau des Vereins. Er verließ Straßburg Ende 2015 Richtung Mulhouse, wo er im Sommer 2016 seine aktive Karriere beendete.



2010/11: Régis Gurtner

Championnat National (3. Liga)

(getragen)

In der Saison 2009/10 kam Torwart Régis Gurtner zu ersten Einsätzen in der ersten Straßburger Mannschaft in der Ligue 2 und der Coupe de France. Nach dem Abstieg 2010 in den drittklassigen National und dem Abgang des bisherigen Stammtorwart Stéphane Cassard, etablierte er sich als Stammtorwart in der Saison 2010/11. Der direkte Wiederaufstieg in die zweite Liga wurde allerdings knapp verpasst. Er wechselte nach dem Konkurs im Sommer 2011 nach Boulogne. Über eine weitere kurze Station in Le Havre, zog er 2015 weiter zum SC Amiens, wo er bis heute die Position des Stammtorhüters hält.



2010/11: Ali-Azouz Mathlouthi

Championnat National (3. Liga)

(getragen)

Nach seiner Leihe an Arles-Avignon 2009/10 kehrte Stürmer Ali Mathlouthi nach Straßburg zurück. Obwohl der Verein gerade in den drittklassigen Championnat National abgestiegen war, blieb er trotz einiger Interessenten seinem Herzensklub treu. Er spielte die Saison 2010/11 durch, traf 13 mal und bereitete sechs weitere Tore vor.

 

Für die Rückkehr in die Ligue 2 reichte es für Racing Straßburg nach Abschluss der Saison 2010/11 leider nicht. So verabschiedete sich Ali Mathlouthi am 20. Mai 2011 unter Tränen von Fans und Verein, an seinem Vertragsende. Stark finanziell angeschlagen und letztendlich bankrott, ging es für Racing in die Amateurwelt herunter. Der Stürmer wechselte zum befreundeten RC Lens und war später noch im Elsass beim FC Mulhouse und dem SC Schiltigheim aktiv, bevor er 2018 seine Karriere beendete.



2010/11: Alexi Peuget

Championnat National

(getragen)

Der gebürtige Mühlausener Alexi Peuget entwickelte sich in der Jugend im Verein Jura Sud Foot, bevor er 2007 mit 16 Jahren nach Straßburg wechselte.

In der Saison 2008/09 noch Kapitän der zweiten Mannschaft, verletzte er sich im Oktober 2009 gegen Lens schwer am Knie, was ihn leider zurückwarf und ihm den Rest der Saison kostete. Nach dem Abstieg Straßburgs 2010 in den drittklassigen Championnat National, schaffte er den Anschluss an die erste Mannschaft und kam auf 28 Einsätze in Liga und Pokal. Nach dem verpassten Aufstieg und dem Bankrott 2011 musste er Straßburg verlassen. Er schloss sich dem Stade Reims an, wo er bis 2017 unter Vertrag blieb.



2010/11: Farez Brahmia

Championnat National

(getragen)

Geboren im südelsässischen Saint-Louis, kam Farez Brahmia 2006 in die Jugend von Racing Straßburg. Nach ersten Jahren mit der Reservemannschaft, kam er ab 2009 zu ersten Einsätzen bei den Profis, damals in der Ligue 2. Regional stark verankert, blieb er im Verein bis zum Absturz in die Amateurwelt im Sommer 2011. Er spielte daraufhin lange im drittklassigen Championnat National für die SR Colmar und Lyon La-Duchère, sowie für den FC Mulhouse im National 2 und National 3.



2010/11: Benjamin Genghini

Championnat National

(getragen)

Den Nachnamen Genghini machte in Frankreich Benjamins Vater Bernard bekannt, der in den 1980er 27 mal für die französische A-Nationalmannschaft auflief und 1984 mit unter anderem Michel Platini und Alain Giresse Europameister wurde. Für Racing Straßburg spielte der gebürtige Elsässer jedoch nicht; dies holte sein Sohn Benjamin für ihn nach.

 

Wie sein Vater begann Benjamin Genghini seine Laufbahn beim FC Sochaux, wo er sich allerdings nicht durchsetzen konnte. Nach einer weiteren unglücklichen Station im burgundischen Gueugnon, wechselte er 2010 zu Racing Straßburg, damals frisch in den drittklassigen National abgestiegen. Nach dem Absturz in die Amateurwelt 2011 blieb Genghini dem Verein treu und wurde daraufhin zu einer der wichtigen Figuren des Wiederaufbaus. Zum Aufstieg 2012 in den CFA und zur Rückkehr 2013 in den Championnat National trug er mit elf Torbeteiligungen maßgeblich bei. Er verließ den Verein 2014, blieb allerdings im Elsass, wo er danach noch in Mulhouse, Schiltigheim und Biesheim spielte.



2010/11: David Ledy

Championnat National

(getragen)

Der Stürmer aus dem südelsässischen Altkirch begann seine Karriere beim FC Mulhouse, wo er auch bis 2004 in der Jugend aktiv gewesen war. Mit 18 Jahren wechselte er im Sommer 2006 zu Racing Straßburg, wo er zwei Jahre später sein Debüt in der ersten Mannschaft gab, damals noch in der zweiten Liga. Bis 2014 blieb Ledy in Straßburg, erlebte den Fall in die Amatuerwelt, sowie den Neuaufbau und die Rückkehr bis in den drittklassigen Championnat National.

 

So spielte "Fußballgott" Ledy in sechs Jahren in vier verschiedenen Spielklassen für Racing und absolvierte dabei 161 Pflichtspiele in Liga und Pokal. Nach einer verkorksten Spielzeit 2010/11 im Championnat National, die im Konkurs endete, unterschrieb er einen Amateurvertrag und blieb dem Verein auch in dieser schwieirgen Zeit treu. Seine 20 Tore in der damaligen CFA 2, sicherten nach Abschluss der Saison 2011/12 den Aufstieg in die viertklassige CFA und legten die sportlichen Weichen für einen erfolgreichen Neuaufbau des Vereins.



2010/11: Racing II

Championnat de France Amateur 2 (5. Liga)

(getragen)



2011/12: Joris Ursch

Championnat de France Amateur 2 (5. Liga)

(getragen, signiert)

Der junge elsässische Mittelfeldspieler aus Haguenau, Joris Ursch, kam 2009 zu Racing Straßburg, wo er bis 2011 auf wenige Einsätze für die zweite Mannschaft unter Trainer François Keller kam. Mitsamt Trainer und einigen Mitspielern, ging es für ihn in der Saison 2011/12 mit der ersten Mannschaft auf der gleichen Ebene weiter, dem CFA 2.

 

Auf 17 Einsätze kam er in dieser Spielzeit in der zweithöchsten französischen Amateurliga und feierte am Ende der Saison den Aufstieg in den CFA. Auch auf dieser Ebene kam er in der Folgesaison 2012/13 noch auf neun Ligaeinsätze, hauptsächlich während der Hinrunde. Nach dem erfolgreichen Aufstieg 2013 in den Championnat National, wurde sein Vertrag nicht verlängert. So spielte er nach seiner Zeit in Straßburg noch für kleinere elsässische Vereine wie Sarre-Union, Biesheim, Weyersheim und für seinen Heimatverein, dem FR Haguenau.



2011/12: Anthony Sichi

Championnat de France Amateur 2

(getragen)

Geboren 1986 in Marignane, im Süden Frankreichs, machte der Mittelfeldspieler Anthony Sichi seine ersten Schritte beim FC Istres, wo er zwischen 2004 und 2008 sowohl in der ersten, zweiten und dritten Liga spielte. Nach zwei Stationen bei den Drittligisten Beauvais und Orléans, schaffte es Racing Straßburg den erfahrenen Sichi im August 2011 zu verpflichten, als Leistungsträger für den Neustart im Amateurfußball.

 

Wie erhofft nahm er einen wichtigen Platz im Straßburger Kollektiv ein. In zweieinhalb Jahren kam er für Racing auf 73 Pflichtspieleinsätze und schoss dabei 14 Tore. Er erfüllte seinen Auftrag, führte die Mannschaft zum Aufstieg 2012 in den Championnat de France Amateur, sowie ein Jahr später zurück in den drittklassigen Championnat National. Auf dieser Ebene 2013/14 weniger eingesetzt, bat er im Januar 2014 um die Auflösung seines Vertrags, die im vom Verein gewährt wurde. So wechselte er eine Ebene tiefer zur AS Cannes.



2011/12: Junior Ntima

Coupe de France

(vorbereitet)

Nach dem Fall in die Amateurwelt kam Racing Straßburg in den ungewohnten Genuss der frühen Runden des französischen Pokals. Anstatt mit den Profis zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt einzusteigen, durfte man schon in der dritten Runde im September ran. Die Partien gegen Weyersheim, Mutzig, Duttlenheim und Kronenbourg hatten dabei einen regionalen und fast festlichen Charakter. 

Die Rolle des Ersatztorwarts hinter Stammkeeper Vauvenargues Kéhi teilten sich in diesem Jahr die jungen Junior Ntima und Ziman Duki, wobei ersterer derjenige war, der bis zur siebten Pokalrunde den Platz auf der Ersatzbank einnehmen durfte. In der neunten Runde - die der letzten 64 Teams - war dann allerdings für  Racing im Januar 2012 Schluss. In einer knappen Partie gegen Viertligist J.A. Drancy kassierte man in der Nachspielzeit den späten Ausgleich zum 3-3 und verlor letztendlich das Spiel mit 2-4 im Elfmeterschießen.



2012/13: Francisco "Pacho" Donzelot

Championnat de France Amateur (4. Liga)

(getragen)

Geboren 1986 in Bogotà, fand Francisco "Pacho" Donzelot in Frankreich und letzendlich im Elsass seine zweite Heimat. Mit vier Jahren wurde der Kolumbianer von französischen Eltern adoptiert und fing daraufhin in der angesehenen Akademie des FC Nantes mit dem Fußball an. Während seiner folgenden Stationen in Fréjus und in der Pariser Region, wurde er von den Straßburger Scouts lange gesichtet und schließlich 2010 vom Paris FC abgeworben. Nach dem Abstieg 2011 und dem Neustart in der fünften Liga, blieb er dem Verein treu.

 

Er entwickelte sich zum wichtigen Stammspieler und schaffte nach zwei Jahren Amateurfußball mit Racing Straßburg 2013 die Rückkehr in den Profifußball. Die Zusammenarbeit endete im Sommer 2015, nach fünf Jahren und 113 Pflichtspieleinsätzen. Dem Elsass blieb Pacho treu. Er spielte daraufhin für den FC Mulhouse und schloss sich 2020 dem Straßburger Amateurverein Olympique Strasbourg an, heute FC Olympique Strasbourg Koenigshoffen 06.



2013/14: Der Wiederaufbau

Championnat National (3. Liga)

(Fanshop)

Nach zwei Jahren auf Amateurlevel und zwei direkten Aufstiegen gelang Racing 2013 die Rückkehr in den National, die französische dritte Liga. Namenhafte Neuzugänge gab es damals nicht, allerdings welche, die sich noch zu Kultfiguren entwickeln sollten: Dimitri Liénard (25, kam vom FC Mulhouse) und Jeremy Grimm (26, ausgebildet bei Racing, kam von SR Colmar).

 

Straßburg beendete diese Spielzeit auf dem 16. Platz, was gleichbedeutend mit dem Abstieg gewesen wäre, hätten nicht zwei Vereine (Luzenac und Carquefou) ihre Mannschaften aus der Liga abgezogen. So hielt Racing mit Glück die Liga.



2013/14: Abdelhak Belhameur

Championnat National

(getragen)

Bereits im Alter von 15 Jahren spielte der franko-Algerier Abdelhak Belhameur in der Jugend von Racing Straßburg.

Allerdings musste der gebürtige Straßburger aufgrund seiner etwas schmächtigen Statur den Verein vorerst verlassen. Er spielte daraufhin für einige kleinere Vereine, wie Vauban, Neuhof, Geispolsheim, Mars Bischheim oder auch den SC Schiltigheim. Nach der Rückkehr Straßburgs 2013 in den drittklassigen Championnat National, erinnerte man sich an den ehemaligen Balljungen, der seitdem in der Straßburger Vorstadt Schiltigheim regelmäßig gute Leistungen zeigte. So verstärkte er die Ränge der Mannschaft ab Juli 2013.

 

In den drei folgenden Jahren absolvierte er im National 70 Ligaspiele für Racing, erzielte dabei vier Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. Auch er trug so erheblich zur Rückkehr in die zweite Liga 2016 bei. Diesen Schritt traute man ihm allerdings leider nicht zu, so dass er zur neuen Spielzeit 2016/17 in die zweite Mannschaft versetzt wurde. Nach zwei Stationen innerhalb Frankreichs in Créteil und Avranches, sowie eine weitere in Rumänien, wechselte er 2020 zurück ins Elsass zu SR Colmar.



2013/14: Mamadou Bah

Championnat National

(getragen in Auswärtsspiel)

Beim VfB Stuttgart kam der defensive Mittelfeldspieler Mamadou Bah nach seinem Wechsel aus Straßburg nie richtig zum Zug. So kehrte er im Januar 2014 zurück ins Elsass. Er fügte sich nahtlos in die Mannschaft ein und kam in der Rückrunde noch auf 17 Einsätze im Championnat National.

 

In der drauf folgenden Spielzeit weniger eingesetzt, verließ er Racing nach nur einem Jahr im Januar 2015 und war daraufhin noch in der Region für die AS Vauban und Raon L'Etape aktiv.



2014/15: Alexander Vencel Jr.

Championnat National

(vorbereitet)

In der Slowakei und im Elsass ist der Name Alexander Vencel Legende. Bereits Alexander Vencel, geboren 1944, hütete in den 1970er Jahre lange das Tor von Slovan Bratislava, sowie 25 mal das Tor der damaligen Tschechoslowakei. Dessen Sohn, ebenfalls Alexander, spielte genauso für Slovan Bratislava und die slowakische Nationalelf. Von 1994 bis 2000 hütete er das Straßburger Tor und spielte sich in mehreren Europapokalkampagnen ins Herz der Elsässer. 

 

Wenig überraschend, dass auch der dritte Alexander Vencel im Bunde, geboren 1996 in Straßburg, sich als Torhüter versuchte. Von 2006 bis 2015 spielte Alex Vencel Jr. bei Racing Straßburg, durchlief alle Jugendmannschaften und spielte sich 2013 mit 17 Jahren in die zweite Mannschaft. Einige Male wurde Vencel Jr. daraufhin in die erste Mannschaft berufen, damals im drittklassigen National, kam dabei allerdings "nur" in Freundschaftsspielen zum Einsatz. So verließ er Racing 2015 und wechselte zum damaligen Ligakonkurrenten SAS Épinal.



2014/15: Stéphane Bahoken

Championnat National

(getragen, signiert)

Geboren im südfranzösischen Grasse, wo er als Junge in kleinen Vereinen spielte, wurde Stéphane Bahoken ab dem Alter von 12 Jahren in der Jugend von OGC Nice aufgenommen. Ab 2011 kam der damals 19-jährige Stürmer zu ersten Einsätzen für die Profis der Aiglons, konnte sich allerdings trotz sporadischer Einsätze nicht wirklich als Stammkraft durchsetzen.

 

Nach einer etwas unglücklichen Leihe an den schottischen Erstligisten FC Saint Mirren in der Saison 2013/14, wechselte er im Sommer 2014 nach Straßburg, im drittklassigen Championnat National. Im Elsass blieb der mittlerweile 14-fache A-Nationalspieler Kameruns insgesamt vier Jahre. Mit 24 Toren in 113 Ligaeinsätzen spielte er eine tragende Rolle in der Rückkehr Straßburgs in der französischen Elite. Im Sommer 2018 verabschiedete sich der Stürmer, nach dem erfolgreichen Klassenerhalt des Vereins in der Ligue 1 und wechselte zu Ligakonkurrent SCO Angers. Seitdem traf er mit seinem neuen Verein gegen Racing Straßburg in vier Aufeinandertreffen leider bereits zwei mal.



2014/15: Nachwuchsspieler

Championnat National

(vorbereitet für Auswärtsspiel)

Nach der schwierigen Rückkehr in die dritte französische Liga 2013/14, setzte man in der Folgesaison auf etlich neue Gesichter. Nur wenige Stammspieler aus der Vorsaison spielten 2014/15 noch eine bedeutende Rolle.

Im Tor ersetzte Alex Oukidja den bisherigen Stammtorwart Gauclin. Die Abwehr wurde bis auf Jean-Philippe Sabo ausgetauscht und mit Abdallah Ndour sowie Ernest Séka deutlich verstärkt. Die Achse Grimm-Liénard blieb im Mittelfeld erhalten, wurde allerdings mit den jungen Alassane N'diaye und Mayoro N'Doye ebenfalls verstärkt. Im Angriff fand man zudem mit Stéphane Bahoken und Yannick Aguemon zwei talentierte Spieler. So verlief die zweite Spielzeit nach der Rückkehr in den Championnat National deutlich besser als die erste und Racing scheiterte als Tabellenvierter nur knapp an den Aufstieg in die Ligue 2.



2015/16: Yannick Aguemon

Championnat National

(getragen am 07.08.2015 im Spiel bei USL Dunkerque)

Nach dem ersten Jahr im National wurde von Ligakonkurrent FC Sochaux im Sommer 2014 der junge Beniner Yannick Aguemon für die Offensive verpflichtet. In seiner ersten Saison kam Aguemon auf 28 Ligaeinsätze und verhalf der Mannschaft zu einem sehr guten vierten Platz in der Endabrechnung.

 

Zu Beginn der Spielzeit 2015/16 trat Racing Straßburg am ersten Spieltag mit Yannick Aguemon beim USL Dunkerque an. Die Reise in den Norden Frankreichs wurde allerdings zum Fehlstart. Beim Stand von 2-0 für Dunkerque, handelte sich Aguemon kurz vor der Pause einen Platzverweis ein. Das Spiel endete 4-1 für Dunkerque und der Beniner kehrte nie wirklich in die Pläne seines Trainers Jacky Duguépéroux zurück. Im Januar 2016 wurde er an den belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise abgegeben.

 

Für Straßburg verbesserte sich die Lage nach dem verpatzten Auftakt in Dunkerque schnell. Es folgten zehn Spiele ohne Niederlage und Racing erreichte am 10. Spieltag die Aufstiegsränge. Die Straßburger gaben ihre Position in den Top drei nicht mehr ab. Schließlich wurde Racing 2016 Meister im Championnat National und feierte so seine Rückkehr in die zweite französische Liga.



2015/16: Jean-Philippe Sabo

Championnat National

(vorbereitet)

Der junge Jean-Philippe Sabo kam 2002 im Alter von 15 Jahren in die Jugend von Olympique Marseille. Für die Marseillais kam Sab ab 2008 zu ersten Einsätzen bei den Profis in der Ligue 1, wurde allerdings in den Folgejahren an die Zweitligisten Montpellier HSC sowie AC Ajaccio verliehen.

Nach seiner Rückkehr in Marseille zur Spielzeit 2010/11 wurde er in der ersten Mannschaft nur wenig berücksichtigt. So verließ er die Canebière im Sommer 2012, nachdem sein Vertrag auslief. Nach einem erfolglosen Test bei Erstligist OGC Nice, schloss sich der Verteidiger im Januar 2013 Racing Straßburg an, damals im viertklassigen CFA.



2015/16: Jean-Philippe Sabo

Championnat National

(getragen)

Den ersten Erfolg feierte Jean-Philippe Sabo im Elsass bereits nach wenigen Monaten, mit dem Aufstieg in den Championnat National. Drei weitere Jahre blieb Sabo in Straßburg, bis 2016 der Aufstieg in die Ligue 2 gelang. Nach 93 Pflichtspielen verließ Sabo den Verein als einer der Schlüsselspieler des Wiederaufbaus. Dem Elsass hielt er jedoch die Treue: er etablierte sich beruflich in der Gegend und spielte daraufhin noch mehrere Jahre auf Amateurebene bei der AS Erstein.



2015/16: Ernest Séka

Championnat National

(getragen in Auswärtsspiel)

Geboren 1987 im Pariser Vorort Clichy, begann Ernest Séka seine Karriere im Umland der französischen Hauptstadt, beim FC Saint-Leu und der Entente Sannois Saint-Gratien, im viertklassigen CFA. Zur Saison 2011/12 wechselte er zum Drittligisten Poiré-sur-Vie, wo er sich durchsetzen und für höhere Aufgaben empfehlen konnte.

 

So verpflichtete ihn im Sommer 2013 der Amiens SC. Der ambitionierte Verein aus dem französischen Norden dümpelte damals in der dritten Liga, weit hinter den eigenen Ansprüchen. Auch 2013/14 gelang Amiens der Aufstieg nicht und Séka schloss sich zur Folgesaison 2014/15 Racing Straßburg an. Vier Jahre sollte der A-Nationalspieler Guineas im Elsass bleiben, in denen er als unbestrittener Teil der Stammelf zwei Aufstiege hintereinander 2016 und 2017 feiern sollte, sowie einen Klassenerhalt, in der Ligue 1 nach der Saison 2017/18.



2015/16: Racing II

Championnat de France Amateur 2 (5. Liga)

(getragen)

Parallel zur ersten Mannschaft musste auch die zweite Mannschaft neu aufgebaut werden. Nachdem Marc Kellers Bruder Francois die erste Mannschaft zurück in den National zurückgeführt hatte, wurde dieser 2014 durch Jacky Duguépéroux ersetzt.

 

Francois Keller übernahm die Verantwortung für die zweite Mannschaft, basierend auf der Nachwuchsarbeit der Racing Jugendakademie. Die Reserve schaffte es 2015 in die CFA2 (heute National 3, vergleichbar Oberliga) wieder aufzusteigen, wo sie sich bislang auch halten konnten.



2016/17: Laurent Dos Santos

Ligue 2

(getragen in der Saisonvorbereitung)

Nach dem Gewinn des Championnat National 2015/16, konnte sich Racing Straßburg im Sommer 2016 auf seine Rückkehr in die Ligue 2 freuen. Trainer Jacky Duguépéroux ging in den wohlverdienten Ruhestand und wurde durch Thierry Laurey, Erfolgstrainer des GFC Ajaccio. Die Saisonvorbereitung wurde wie üblich regional gestaltet, mit Testspielen gegen Mannschaften wie Épinal, Sedan, Nancy, Belfort oder auch den Karlsruher SC.

Während der Saisonvorbereiteung wurde Laurent Dos Santos vom damaligen Erstligisten EA Guingamp verpflichtet. Flexibel auf beiden Seiten der Abwehr einsetzbar, erwies sich der damals 23-Jährige Verteidiger als gute Ergänzung und bestritt im Laufe der Saison 29 Pflichtspiele für Straßburg. Er verließ den Verein jedoch nach nur einem Jahr und wechselte zum FC Valenciennes.



2016/17: Der Durchmarsch

Ligue 2

(Fanshop)

Nach der Rückkehr in die Ligue 2, trat Racing Straßburg die neue Saison 2016/17 mit einer homogenen Mannschaft an. Es passte ins Bild, dass ausgerechnet Kapitän Jeremy Grimm am zweiten Spieltag den ersten Straßburger Treffer nach der Rückkehr in die französische zweite Liga erzielen konnte. In der Hinrunde noch im gesicherten Mittelfeld, konnte sich Racing in der Rückrunde steigern. In den zehn letzten Saisonspielen blieben die Straßburger mit sieben Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen, gleichbedeutend mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Ligue 1.



2016/17: Abdallah Ndour

Coupe de la Ligue

(getragen im Ligapokalspiel gegen Auxerre am 23.08.2016, Spielspuren)

Der Senegalese Abdallah Ndour wurde in der Jugendakademie Génération Foot in Dakar, Senegal ausgebildet. 2011 wurde er kurz nach seinem 17. Geburtstag vom FC Metz verpflichtet, wo er zwei Jahre später seinen ersten Profivertrag unterschrieb. Zur Saison 2014/15 wechselte er zu Racing Straßburg, damals noch im Championnat National, erst auf Leihbasis und ein Jahr später fest.

Bis 2017 und dem Aufstieg in die Ligue 1, war Ndour auf der linken Seite der Straßburger Abwehr gesetzt. So kam er 2016/17 in der Ligue 2 auf 32 Einsätze und verpasste das Saisonende nur aufgrund einer schweren Beinverletzung. Auch in den Pokalwettbewerben war er in der Regel gesetzt, wobei Racing in dieser Spielzeit nicht sonderlich erfolgreich war. In der Coupe de France scheiterte man im Achtelfinale an Drittligist Avranches. In der Coupe de la Ligue kam das Aus bereits in der zweiten Runde gegen Ligakonkurrent Auxerre.



2016/17: Alexandre Oukidja

Ligue 2

(getragen)

Der franko-Algerier Alex Oukidja schloss sich 2014 Racing Straßburg an. Der Verein hatte sich nach einem mißglückten Jahr im drittklassigen Championnat National auf dem grünen Tisch vom Abstieg retten können und war auf der Suche nach einem Konkurrenten für den damailigen Stammkeeper Gauclin.

 

So wurde der junge Torwart vom Lille OSC verpflichtet. Im Norden Frankreichs hatte er sich nicht durchsetzen können und war in beiden Jahren zuvor an den belgischen Zweitligisten Royal Excel Mouscron mit Erfolg verliehen worden. Nach nur wenigen Monaten verdrängte er Konkurrent Guillaume Gauclin und blieb letztendlich vier Jahre in Straßburg, bis Sommer 2018. Er feierte den Wiederaufstieg 2016 in die Ligue 2, sowie ein Jahr später den Durchmarsch ins Oberhaus. Nach Racing Straßburgs Klassenerhalt in der Ligue 1 im Jahre 2018 und der Verpflichtung von Matz Sels, wechselte er zum Rivalen FC Metz, wo er sich als Stammkeeper durchsetzte. Seine Bilanz für Straßburg: 46 clean sheets in 114 Pflichtspielen. 2019 feierte Alex Oukidja seinen ersten Einsatz für die algerische Nationalmannschaft und den Gewinn der Afrikameisterschaft.



2016/17: Ernest Séka

Ligue 2

(getragen, Spielspuren)

Drei Ebenen durchlief Ernest Séka in seinen vier Spielzeiten bei Racing Straßburg und wurde somit zu einer wichtigen Figur des Straßburger Neuanfangs: Aufstieg in die Ligue 2 in 2016, Durchmarsch in die Ligue 1 in 2017 und erfolgreicher Klassenerhalt im Oberhaus in 2018.

 

Zwischen 2014 und 2018 kam der Verteidiger auf 134 Einsätze, schoss dabei 6 Tore und bereitete 3 weitere vor. Er wechselte im Sommer 2018 zum AS Nancy-Lorraine in die Ligue 2 und kam im September 2018 erstmalig für die Nationalmannschaft Guineas zum Einsatz.



2016/17: Eric Marester

Ligue 2

(shorts, getragen)

Für das Projekt Wiederaufstieg in die Ligue 2 wurde der erfahrene Verteidiger Eric Marester bereits im Sommer 2015 aus Ajaccio verpflichtet. Insgesamt absolvierte der erfahrene Rechtsverteidiger für Racing in zwei Spielzeiten 59 Spiele. Er schaffte es nicht nur mit Racing in 2015/16 wieder in die Ligue 2 aufzusteigen, sondern auch in der darauffolgenden Saison 2016/17 direkt in die Ligue 1 durchzumarschieren. In Straßburg beendete der damals 33-Jährige seine Profilaufbahn.



2016/17: Vincent Nogueira

Ligue 2

(getragen am 29.10.2016 beim FC Sochaux, Spielspuren)

Geboren in Besançon, absolvierte Vincent Nogueira den Hauptteil seiner Profikarriere beim FC Sochaux-Montbéliard. Für den Verein aus dem Doubs lief er 126 mal auf, bevor er 2014 in die USA zu Philadelphia Union wechselte. Nach drei Spielzeiten in der MLS, holte ihn Racing Straßburg nach dem Aufstieg in die Ligue 2 zurück in seine französische Heimat.

 

Am 29.10.2016 stand er im Auswärtsspiel in seiner alten Heimat Sochaux über die gesamte Spielzeit auf dem Platz und trug zum 2-1 Sieg von Racing bei. Schließlich stand am Ende der Saison der direkte Durchmarsch in die Ligue 1 fest.  Nogueira blieb ein weiteres Jahr in Straßburg, spielte dann in Annecy und Schiltigheim, bevor er 2020 seine aktive Karriere beendete. Seit Sommer 2020 trainiert er die Frauen Mannschaft von Racing Straßburg, in der zweiten französischen Liga.



2016/17: Dimitri Liénard

Ligue 2

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Die Vita des Dimitri Liénard passt eigentlich nicht mehr in den heutigen Profifußball; aber diese Geschichten machen den  Fußball einzigartig. Mit 20 Jahren Zeitarbeiter im Supermarkt, kickte er in Frankreich auf Bezirksliganiveau. Er schaffte es, dank seinem wunderbaren linken Fuß und viel Arbeit, sich in die erste Mannschaft des ASM Belfort im fünftklassigen CFA2 zu spielen. Im Super U arbeitete er immer noch.

 

Belfort stieg in die damalige CFA auf, vergleichbar mit der deutschen Regionalliga. Liénard verlor seinen Job im Super U und konnte sich so auf den Fußball konzentrieren. Von Marc Keller wurde Liénard in Mulhouse entdeckt und so wechselte er 2013 zu Racing Straßburg, nach dem Aufstieg in die 3. Liga. Mit Straßburg stieg er 2016 in die Ligue 2 auf, ein Jahr später in die Ligue 1. Am vorletzten Spieltag der darauffolgenden Spielzeit sicherte er mit einem unfassbaren Freistoß in der 94. Minute den Klassenerhalt. Ein selbstloser Kämpfer, ein Familienvater, ewiger Teil der blauen Mauer.



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