07.03.2026: 18. Spieltag Landesliga Südbaden Staffel 1
SV Oberkirch - Kehler FV: 1-3 (1-1)
Trotz mehr Spielanteile, schaffte es der KFV in der ersten Hälfte nicht wirklich zwingend gefährlich zu werden. Abspiele dauerten oftmals zu lang, so dass die stabilen Gastgeber aus dem Renchtal immer wieder dazwischenkamen. Schlimmer noch in der 38. Spielminute, als der SVO seine Stärke bei Standards ausspielen konnte und nach einer Ecke per Kopf in Führung ging. Wahrscheinlich ein Hallo wach für die Grünen, die nur wenige Minuten später nach einer schönen kollektiven Passstafette rechts vor dem Oberkircher Tor auftauchten. Stephane Y. Fouda tankte sich durch, und in der Mitte war es Yannick Bittiger, der per Kopf die Lücke fand: 1-1 Pausenstand.
Es waren die Gastgeber, die besser aus der Kabine kamen, aber das sollte nur eine paar Minuten dauern. Schnell übernahmen die Kehler die Oberhand, und fanden peu à
peu zu ihrem Spiel. Links außen wirbelte Lucas Meyer die Abwehr der Hausherren durcheinander, anfangs leider glücklos. Die größte Chance auf die Kehler Führung hatte dann der eingewechselte Hugo
da Silva, der nach einem schönen Lauf in die Tiefe den Ball an den Querbalken lupfte. Der SVO kam nur wenig zur Entlastung. Ein direkter Freistoß, der knapp übers Kehler Tor zischte, blieb die
einzig nennenswerte Chance der Hausherren in der zweiten Halbzeit.
Der Kehler Druck wurde zum Ende des Spiels immer intensiver, auch durch die Hereinnahme der jungen Amine Cherki und Roman Hryschchenko. Die Belohnung sollte in der 89. Minute folgen. Einen Freistoß rechts neben dem Strafraum blind in die Mitte zu flanken und hoffen, dass die kopfballstarke Abwehr des SVO schläft, wäre die eine Option gewesen. Zum Glück hat man in Kehl einen Außenverteidiger, der nicht nur einen wunderbaren linken Fuß besitzt, sondern auch mitdenkt. Der direkte Freistoß, oder vielmehr das Gedicht von Loic Caspar, kam trotz spitzem Winkel eigentlich auf Ansage und senkte sich unhaltbar ins lange Eck. Einer der ganz wenigen, die in unserer Staffel so etwas draufhaben. Und wir haben ihn, und das hoffentlich noch sehr sehr lange. Merci Lolo.
In der Nachspielzeit warf der SVO kurz alles nach vorne, aber zu planlos um wirklich gefährlich zu sein. Und so belohnte sich der bislang glücklose Lucas Meyer. Ein
letzter Konter, ein letzter Sprint: mit letzter Kraft traf der Flügelflitzer zum entscheidenden 3-1 Endstand. Direkt danach war Schluss: ein Derbysieg zum Rückrundenauftakt. Einstand nach Maß für
Jonas Leopold.
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