Heimat, Leidenschaft, Zukunft: Trikots des SC Freiburg


1998/99: Adel Sellimi

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen)

In den 1990er Jahren war Adel Sellimi bereits in seiner Heimat Tunesien beim Hauptstadtverein Club Africain in Tunis sehr erfolgreich. Zwei Meisterschaften und einen tunesischen Pokal gewann der bodenständige und unermüdliche Stürmer in seinen sechs Jahren in Tunis. Er wechselte zur Saison 1996/97 nach Frankreich zum FC Nantes, wo er allerdings nicht zurecht kam. Eine Leihgeschäft an den spanischen Zweitligisten Real Jaén verhalf ihm wieder zu alter Stärke.

 

So wechselte er im Sommer 1998 nach Deutschland zum SC Freiburg, wo er zu seinen Landsleuten Zoubaier Baya und Mehdi Ben Slimane stieß. Sein Spitzname "die Lunge" bestätigte sich auch im Breisgau: er ging weite Wege und störte das Aufbauspiel des Gegners früh. Nach Anlaufschwierigkeiten in seinem ersten Jahr, mit nur vier Torbeteiligungen in 32 Spielen, konnte sich der 78-malige tunesische Nationalspieler in den folgenden Spielzeiten steigern. Für den SC kam er bis Ende 2002 in 124 Pflichtspielen auf 30 Tore, womit er immer noch einer der 20 erfolgreichsten Torjäger der Freiburger Vereinsgeschichte ist.



1999/00: Zoubaier Baya

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen)

Zoubaier Bayas Talent wurde in seiner Heimat Tunesien frühzeitig erkannt. Im Alter von 20 Jahren verließ er seinen Jugendverein CS M'saken und schloss sich 1991 der Étoile Sportive du Sahel in Sousse an. Dort etablierte er sich als Schlüsselspieler im Mittelfeld und verhalf dem Verein 1997 zu seinem ersten tunesischen Meistertitel. Kurz danach folgte sein Wechsel nach Deutschland, in die 2. Bundesliga, zum SC Freiburg.

 

In seiner ersten Spielzeit im Breisgau, verhalf er 1998 dem SC Freiburg zum Aufstieg in die erste Bundesliga. In insgesamt vier Jahren absolvierte er 124 Pflichtspiele für den SC; er erzielte dabei 22 Tore und bereitete 15 weitere Treffer vor. Der 83-fache tunesische Nationalspieler war der erste nordafrikanische Fußballer, der die Kapitänsbinde eines Bundesligisten trug.



2004/05: Alexander Iashvili

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen)

Bereits in jungen Jahren war der Georgier Alexander Iashvili in seiner Heimat bei Dinamo Tiflis überaus erfolgreich. Nach drei georgischen Meistertitel Mitte der 1990er, wurde er für die Rückrunde der Saison 1996/97 an Zweitligist VfB Lübeck verliehen, wo er in 15 Einsätzen vier Tore erzielen konnte. So machte er auf sich aufmerksam und wurde im Herbst 1997 vom SC Freiburg fest verpflichtet.

 

Knapp zehn Jahre blieb der wuselige Stürmer bei den Breisgauern und machte dort alle Höhen und tiefen mit: zwei Aufstiege in die Bundesliga 1998 und 2003, sowie zwei Abstiege 2002 und 2005. Auch die Gruppenphase des UEFA Pokals bestritt er 2001 für Freiburg. Seine 281 Einsätze machen ihn zum Spieler mit den fünftmeisten Einsätze für den Verein. Hinter Nils Petersen und Joachim Löw, ist er mit seinen 63 Treffern zudem der drittbeste Torschütze der bisherigen Vereinsgeschichte. Nach seiner Zeit in Freiburg spielte er noch bis 2013 in Deutschland, für den Karlsruher SC und den VfL Bochum.



2008/09: Eke Uzoma

SC Freiburg - zweite Liga

(getragen, Spielspuren)

Mit 15 Jahren kam Eke Uzoma aus seiner Heimat Nigeria nach Südbaden, wo er erst einmal in einem Wohnheim für Asylbewerber bei Müllheim unterkam. 

Sein fußballerisches Talent führte ihn von der B-Jugend des Kreisligisten Alemannia Müllheim direkt in die Fußballschule des SC Freiburg. Als im September 2007 dem Freiburger Profiteam für ein Trainingsspiel zu wenig Spieler zur Verfügung standen, wurden die freien Plätze mit einigen A-Jugendspielern besetzt. Dabei überzeugte Uzoma SC-Trainer Robin Dutt derart, dass der ihn für das anstehende Zweitligaspiel gegen Hoffenheim in die Startaufstellung berief.

Neben Ivica Banović blieb Eke Uzoma im defensiven Mittelfeld in der Saison 2007/08 Stammspieler. Den anvisierten Aufstieg in die erste Liga verfehlte der SC in dieser Spielzeit allerdings. Dies gelang dann ein Jahr später, mit dem Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft 2009. Leider warfen ihn zur Saison 2009/10 Verletzungsprobleme zurück. So wurde er in der Rückrunde an die Münchner Löwen verliehen, wohin er im Sommer 2010 auch fest wechselte. Insgesamt 58 Pflichtspiele hatte er bis dahin für die Erstbesetzung der Breisgauer absolviert. Nach seiner Zeit in München war er für mehrere Vereine in Deutschland und Ungarn aktiv, wo er 2020 mit Honvéd Budapest den ungarischen Pokal gewann.



2009/10: David Targamadze

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen)

Der technisch versierte Georgier David Targamadze wechselte 2006 auf Empfehlung seines Landsmannes Aleksandr Iaschvili aus seiner Heimat zum SC Freiburg. Dort gewann er 2008 mit der A-Jugend des SCF die Deutsche Meisterschaft und kam bereits in der darauf folgenden Spielzeit 2008/09 für die erste Mannschaft zu Einsätzen in der zweiten Bundesliga. Er feierte mit den Breisgauern den Aufstieg in die erste Liga, kam allerdings in der Saison 2009/10 nur noch zu zwei Einsätzen in der Bundesliga.

 

So bekam Targamadze im Sommer 2010 in Freiburg keinen neuen Vertrag und er wechselte zum ukrainischen Zweitligisten PFK Oleksandrija. Nach weiteren Stationen in der Ukraine, unter anderem bei FK Mariupol, kehrte der 20-fache georgische A-Nationalspieler 2018 in sein Heimatland zurück und wurde dort mit dem FC Saburtalo georgischer Meister.



2014/15: Christopher Jullien

SC Freiburg - Bundesliga

(vorbereitet für das Heimspiel am 21.03.2015 gegen Augsburg)

Der mit 1m96 groß gewachsene Franzose Christopher Jullien spielte in seiner Jugend Handball, bevor er sich mit 11 Jahren dem Fußball widmete. Bei der US Torcy, in der Pariser Region, spielte er unter anderen mit Paul Pogba.

Erst als Stürmer eingesetzt, wurde Jullien letztendlich zum Verteidiger umgeschult und integrierte mit 13 Jahren die Jugend der AJ Auxerre. Dort durchlief er von da an alle Jugendmannschaften. Nach seiner ersten Saison mit den Profis der AJA in der Ligue 2, gewann Jullien mit Frankreich im Sommer 2013 die U20 Weltmeisterschaft in der Türkei.

 

Im gleichen Zuge gab Bundesligist SC Freiburg seine Verpflichtung für drei Jahre bekannt. Die Zeit im Breisgau verlief für den Franzosen von 2013 bis 2015 nicht zufriedenstellend. In der Innenverteidigung waren andere gesetzt: Matthias Ginter, Pavel Krmas (hier im Foto abgebildet), Immanuel Höhn, Fallou Diagne, Stefan Mitrovic, Marc-Oliver Kempf und Marc Torrejon erhielten alle ihre Einsatzzeiten. Christopher Jullien versauerte zwei Jahre in der Regionalliga und füllte ab und zu die Reservebank der Profis auf. Zur Saison 2015/16 hatte man mit ihm endlich ein Einsehen: er wurde an den französischen Zweitligisten Dijon FCO verliehen, für den er in 34 Spielen neun Treffer erzielte und in die Ligue 1 aufstieg. Daraufhin mehrere Jahre für Erstligist FC Toulouse aktiv, wechselte er 2019 zu Celtic Glasgow, wo er 2020 Meister- und Pokalsieger wurde.



2016/17: Marc Torrejon

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen in Saisonvorbereitung)

Nach dem Abstieg 2015 in die 2. Bundesliga, schaffte der SC Freiburg 2016 den direkten Wiederaufstieg als Ligameister der zweiten Bundesliga. Mit damals im Kader der spanische Routinier Marc Torrejon. Im Sommer 2016, spielte der SCF im Rahmen seiner Saisonvorbereitung gegen Rizespor und im Kaiserstuhlcup in Bahlingen. Mit einem 3-1 Halbfinalsieg gegen den SV Darmstadt 98 und einem 2-1 Finalsieg gegen die Hausherren des Bahlinger SC, konnten die Breisgauer somit die 2016er Auflage des Kaisertuhlcups für sich entscheiden.

Am Ende der Saison stand der SC etwas überraschend auf dem 7. Tabellenrang und kam so in die dritte Runde der Europa League Qualifikation 2017/18. Dort scheiterte man allerdings an dem slowenischen Vertreter NK Domzale.



2017/18: Florian Kath

SC Freiburg - Bundesliga

(vorbereitet)

Die Karriere Florian Kaths begann in seiner Heimat, bei der TSG Balingen, wo er bereits in der Jugend kickte und ab 2012 mit nur 17 Jahren zum festen Bestandteil der Oberligamannschaft wurde. Das Offensivtalent blieb nach einer starken Saison 2012/13 nicht unbemerkt und wurde so im Sommer 2013 vom SC Freiburg verpflichtet. In seinen ersten Jahren noch hauptsächlich für die Zweitbesetzung der Breisgauer in der Regionalliga unterwegs, wurde er 2016/17 an den 1. FC Magdeburg in die dritte Liga verliehen.

 

Nach seiner Rückkehr in Freiburg zur Spielzeit 2017/18 wurde er im Kader der ersten Mannschaft aufgenommen und absolvierte 26 Pflichtspiele in der Bundesliga und dem DFB-Pokal. Er verpasste verletzungsbedingt leider die gesamte folgende Saison, so dass er 2019/20 wieder über die Regionalliga-Mannschaft der Freiburger aufgebaut werden musste. Zur Saison 2020/21 wurde er erneut nach Magdeburg verliehen, wo er allerdings erneut mit viel Verletzungspech kämpfen muss.



2019/20: Dominique Heintz

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen am 20.06.2020 beim FC Bayern München, Spielspuren)

Nach Stationen beim 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Köln, wechselte Verteidiger Dominique Heintz nach dem Abstieg der Geißböcke im Sommer 2018 zum SC Freiburg. Im Breisgau etablierte er sich schnell  und spielte er in seinen drei ersten Spielzeiten bislang regelmäßig in der Innenverteidigung. Am 20.06.2020 war Heintz mit den Freiburgern gegen den alten und neuen Meister Bayern München allerdings chancenlos.

 

An jenem vorletzten Spieltag der Saison 2019/20 mussten die Freiburger nach einer 1-3 Niederlage in der Allianz Arena mit leeren Händen die Heimreise antreten. Somit war die letzte Chance auf einen Europa League Platz für den SCF leider verspielt. Dennoch konnte man mit einem achten Platz in der Endabrechnung mit der Saison zufrieden sein.



2020/21: Philipp Lienhart

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen in Bundesliga, Spielspuren)

Zur Saison 2017/18 lieh der SC Freiburg den jungen Verteidiger Philipp Lienhart von Real Madrid aus. Drei Jahre hatte der Österreicher zu diesem Zeitpunkt bereits für die U19 und die Zweitbesetzung der Königlichen gespielt. Schon in seinem ersten Jahr im Breisgau konnte der damals 21-Jährige überzeugen und kam trotz Verletzungen zu 14 Pflichtspieleinsätzen. So zog der Bundesligist nach einem Jahr die Kaufoption und verpflichtete Lienhart im Sommer 2018 fest.

 

Trotz weiterer sporadischer Verletzungen entwickelte sich Lienhart stetig; so auch seine Einsatzzeiten für den Sport Club. In der Saison 2020/21 blieb er endlich verletzungsfrei und war so, hinter Kapitän Christian Günter, der Spieler mit den zweitmeisten Einsatzzeiten für den SC. Er verpasste kein einziges Pflichtspiel und schoss zudem vier Ligatore, was ihn zum gefährlichsten Abwehrspieler des SC in dieser Bundesliga Saison machte.



2020/21: Baptiste Santamaria

SC Freiburg - Bundesliga

(getragen in Bundesliga, Spielspuren)

Den Durchbruch schaffte Baptiste Santamaria 2013 beim französischen Zweitligisten FC Tours. Über die Jugend und die zweite Mannschaft, hatte sich der Mittelfeldmann mit sehr guten Leistungen empfehlen können. Bis 2016 spielte er für Tours in der Ligue 2 und wechselte daraufhin zu Erstligist SCO Angers.

 

Dort setzte er sich von Anfang an als Stammspieler durch. Insgesamt blieb er vier Jahre beim SCO und absolvierte dabei 149 Pflichtspiele in Liga und Pokale. Zur Saison 2020/21 wechselte der Franzose in die Bundesliga, zum SC Freiburg. Die Breisgauer reagierten mit seiner Verpflichtung unter anderem auf die Verletzung der zentralen Mittelfeldspieler Janik Haberer und Lino Tempelmann. Auch beim SCF setzte er sich gleich durch und verpasste kaum ein Spiel. So kam er bis August 2021 auf insgesamt 33 Pflichtspieleinsätze, in denen er auch ein Tor erzielen konnte. Die Wege trennten sich jedoch nach nur einem Jahr, als der Spieler den Wunsch äußerte, in sein Heimatland zurückzukehren. So wechselte er zur Spielzeit 2021/22 zu Stade Rennes.



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